Eine Kurzgeschichte: Ich vermisse dich so sehr …

An manchen Tagen frage ich mich, ob es dir genau so gegangen wäre. Ein ganzes Leben hatten wir uns und unsere Familie. Unsere Tochter lebt nun schon lange in einer anderen Stadt und  hat sich dort selbstständig gemacht. Unsere Enkel haben beide studiert und mussten weit weg um eine geeignete Arbeit zu finden.
Wenn die Kinder und Enkel anrufen, sage ich immer es geht mir gut, aber was wirklich ist, dass ich dich vermisse, sage ich nie.
Zu Ostern und Weihnachten holen mich die Kinder ab, mehr kann man doch nicht erwarten? Nun komme ich schon so viele Jahre zu deiner Grabstelle mein lieber Willi und immer noch ist der Verlust spürbar wie gerade eben erst. Der Rhododendron auf deinem Grab ist in all den Jahren gewachsen und größer geworden und blüht wie eh und je.
Wenn ich einmal sterbe möchte ich den Kindern keine Umstände machen oder finanzielle Sorgen bereiten.
Ach Willi was soll ich nur tun? Ich habe mir Gedanken gemacht, ich weiß was ich will. Auf gar keinen Fall möchte ich einfach entsorgt werden, wie so viele meiner Nachbarn.
Ach Willi, dein Grab läuft jetzt bald ab. Was soll ich nur tun? Wo soll ich dann hingehen, wenn ich mit dir erzählen will? Soll ich das Grab neu nachkaufen, werden unsere Kinder es weiterpflegen wenn ich einmal bei dir bin? Alles Fragen die ich nicht zu beantworten weiß.

Ich werde mit den Kindern reden müssen.

Ich kann ja eine Bestattungsvorsorge beim Bestatter meiner Wahl machen. Das wäre sicher auch dir Recht mein lieber Willi.

Wie können Sie vorsorgen?

Jeder kann seine dereinstige Bestattung durch einen entsprechenden Vorsorgevertrag im Voraus regeln. Der Vorsorgevertrag gewährleistet, dass alle Wünsche vorab festgelegt werden und ein Kostenvoranschlag gemäß den eigenen Wünschen und Vorstellungen erstellt wird.
Dadurch wird den Hinterbliebenen die nicht immer einfache Entscheidung der Bestattungsart sowie die finanzielle Sorge abgenommen.